Archive for Februar 2008

Generation 50 Plus …

Februar 21, 2008

ein Leben im Ruhestand frei von finanziellen Sorgen sollte sorgfältig vorbereitet sein. Im Volksmund hat sich die Bezeichnung „Menschen in den besten Jahren“, neudeutsch „Best Ager“ oder „Generation 50 plus“ (hier allerdings für die wachsende finanzkräftige Gruppe der 50- bis 64jährigen) herausgebildet. Bereits ca. 15 Mio. Menschen zählt das Stat. Bundesamt in Deutschland zu dieser Altersgruppe. Ab 2030 dürfte sich diese Anzahl (Menschen ab 50…) auf fast die Hälfte der Bevölkerung erhöhen, da die geburtenstarken Jahrgänge noch kommen.

Die Lebensausrichtung dieser Altersgruppe ist so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Einige ernten bereits die Früchte ihrer beruflichen Karriere, andere genießen sogar schon die Freiheit des Vorruhestandes. In der Regel gehört diese Generation zu den gesunden und wohlhabendsten Menschen der Gesellschaft. Nach Schätzungen von Finanzexperten liegt hier die Hälfte des Geldvermögens privater Haushalte von gut 4 Billionen Euro, in den nächsten Jahren sollen es sogar zwei Drittel sein. Auf der anderen Seite steigt die Lebenserwartung der Deutschen auf durchschnittl. 80 Jahre. Mit Wohlstand und Gesundheit sind aber auch die Ansprüche gestiegen. Jetzt gilt es, die individuellen Ziele und Wünsche in Einklang mit den Gegebenheiten zu bringen.

Auf finanzieller Ebene sollte man den Bedarf definieren, welche Aktivitäten künftig geplant sind und auch dabei berücksichtigen, welche finanziellen Verpflichtungen dann noch bestehen (z. B. auch eine Hypothek für die Immobilie oder Unterhalt für Kinder in der Ausbildung etc.). Dabei sollte auch daran gedacht werden, welche Ausgaben für Gesundheitsvorsorge oder Wellness dazukommen.

Demgegenüber stehen die geplanten Einnahmen aus gesetzlichen Renten, sonstigen Rentenversicherungen, vermieteten Immobilienvermögen oder sonstigen Kapitalanlagen. Fragen sollten geklärt werden, z. B. welchen Betrag kann die gesetzliche Rente abdecken, welche Lücken entstehen, welche private Vorsorge gibt es oder fehlt etwas???

Es ist also durchaus sehr wichtig, seine finanzielle Situation zu kennen und sein Vermögen rechtzeitig so zu strukturieren, daß man im Alter etwas davon hat.

Sollten Sie hier Hilfe benötigen, sprechen Sie uns bitte an. Wir helfen gerne bei der Strukturierung von Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Schulden etc.

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Nur wer sich verändert …

Februar 17, 2008

bleibt erfolgreich. Aus 2007 wird 2008, aus dem alten Versicherungsvertragsgesetz ein neues. 2008 wird sicherlich auch ein besonderes Jahr in der Geschichte der Versicherungsbranche sein, in dem sich wieder einmal einiges verändert.

Das Jahr 2005 war geprägt von der Einführung des Alterseinkünftegesetz und jetzt das Jahr 2008 bringt wieder einen wesentlichen Umbruch hervor: Die Umsetzung des komplett überarbeiteten, seit 1910 gültigen Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).

Das ändert sich für Sie:

1. Der Versicherungsnehmer muß vor, während und nach Abschluß eines Versicherungsvertrages ausführlich beraten und informiert werden.

2. Alle wichtigen Informationen müssen dem Kunden rechtzeitig vor dem Vertragsantrag zur Verfügung stehen (=Antragsmodell) oder nach einem Beratungsgespräch fordert der Kunde ein unverbindliches Angebot mit allen Informationen an (=Invitationsmodell).

3. Die Versicherer werden dazu verpflichtet, die jeweiligen Abschluß- und Verwaltungskosten in Euro offenzulegen.

4. Der Versicherungsnehmer muß vor Vertragsabschluß grundsätzlich nur solche Umstände anzeigen, nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat (vorvertragliche Anzeigepflichten).

5. Das Alles-oder-Nichts-Prinzip im Leistungsfall wird aufgegeben: Eine einfache fahrlässige Verletzung von Vertragspflichten des Versicherungsnehmers bedeutet keinen Leistungsverfall mehr. Werden vertragliche Pflichten grob fahrlässig verletzt, bemessen sich die Folgen künftig danach, wie stark das Verschulden wiegt.

6. Der Rückkaufswert der Lebensversicherung ist künftig nach dem Deckungskapital der Versicherung zu berechnen und lässt sich somit klar bestimmen. Bei der fondsgebundenen Versicherung bleibt es bei der Berechnung nach dem Zeitwert der Fondsanteile.

7. Die Abschlußkosten der Lebensversicherung werden gleichzeitig auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt. Der Rückkaufswert ist damit in den ersten Jahren jetzt höher.

8. Der Anspruch auf Überschußbeteiligung sowie eine Beteiligung an den stillen Reserven werden im Gesetz als Regelfall verankert. Der Kunde erhält ab dem 1. Versicherungsjahr eine jährliche Wertmitteilung, in der die Überschußbeteiligungen ausgewiesen werden.

9. Bei kapitalgedeckten Lebensversicherungen besteht künftig die Pflicht, dem Versicherungsnehmer eine Modellrechnung mit gesetzl. vorgegebenen Zinssätzen zu überreichen. Fondsgebundene Versicherungen sind von dieser Pflicht ausgenommen. Hier ist eine unverbindliche Beispielrechung ausreichend.

Haben Sie noch Fragen, rufen Sie uns an, wir helfen gerne weiter.

MiFiD …..

Februar 17, 2008

Zum 1.11.2007 erfolgte die Umsetzung der MiFiD (Markets in Financial Instruments Directive) durch das Finanzmarkt-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, kurz FRUG genannt.

Ziel ist es, einen transparenteren, effizienten und harmonisierten Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen zu schaffen. Insbesondere wird hierbei ein besonderes Augenmerk auf den Anlegerschutz und die Markttransparenz gelegt.

Möchten Sie mehr darüber wissen, sprechen Sie uns an.

Kostenloser Ratgeber zur Abgeltungssteuer …

Februar 17, 2008

der Bund deutscher Steuerzahler hat rechtzeitig vor Einführung der neuen Abgeltungssteuer auf Zinsen, Dividenden und Aktiengewinne einen Ratgeber veröffentlicht. Er beantwortet die wichtigsten Fragen für Anleger und weist auf den möglichen Handlungsbedarf hin. Damit können Sie als Steuerzahler noch in Ruhe sich informieren und ihre Anlagestrategie entsprechend neu sortieren bzw. Änderungen vornehmen. Zahlreiche Beispiele veranschaulichen die Regeln.

Der Ratgeber „Die Abgeltungssteuer“ kann beim Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e. V. per E-Mail steuern@steuerzahler-nrw.de kostenfrei angefordert werden.

Vorsicht bei Immobilienkrediten …..

Februar 17, 2008

in Anbetracht der zunehmden Verkäufe von Immobilienkrediten durch Banken an Finanzinvestoren sind Immobilieneigentümer aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen.

Vor Abschluß von Darlehensverträgen sollte mit dem Bankberater über die mögliche Veräußerung des Darlehens offen gesprochen werden. Sie als Kunde sollten sich die entsprechenden Passagen oder den so genannten Sicherungsvertrag erläutern lassen.

Möglich ist es auch, ein ausdrückliches Abtretungsverbot zu vereinbaren, um einen Kreditverkauf zu verhindern. Dieses sollte schriftlich im Darlehensvertrag erfolgen. Vereinzelt fordern Schutzgemeinschaften auch schon, einen Abtretungsausschluß auch im Grundbuch eintragen zu lassen.

Dann kann die das Darlehen sichernde Grundschuld nicht übertragen werden. Sicherlich ist die weitere Verfügungbarkeit der Grundschuld künftig dann bei zurückgezahlten Darlehen als Sicherungsinstrument für andere Immobilien stark eingeschränkt.

Sind Immobiliendarlehen bereits verkauft, sollte frühzeitig über eine alternative Anschlußfinanzierung nachgedacht werden, um Zeit zu gewinnen, falls der Kreditkäufer – aus welchen Gründen auch immer – das Darlehen kündigt und somit die Gefahr besteht, die Immobilie zu verlieren.

Die Frage stellt sich, warum Banken Immobilien- oder gewerbliche Kredite an Investoren verkaufen?? Ganz einfach, sie verschaffen sich somit liquide Mittel. Diese Kreditverkäufe können dazu führen, daß der Immobilieneigentümer plötzlich einen neuen Vertragspartner hat, der möglicherweise kein Interesse an einer langfristigen guten Kundenbeziehung hat.

Die Politik hat die Problematik seit einiger Zeit erkannt, bislang liegen aber noch keine konkreten Lösungen vor.

Haben Sie noch Fragen oder benötigen Sie Hilfe, sprechen Sie uns an.

Energieausweis kommt schrittweise ab 1.7.2008 ….

Februar 11, 2008

das Bundeskabinett hat am 27.6.2007 die Energiesparverordnung verabschiedet. Im wesentlichen wird damit der Energieausweis für Bestandsgebäude bei Vermietung und Verkauf verpflichtend eingeführt. Dieser Ausweis zeigt die energetische Qualität von Gebäuden auf. Darüber hinaus gibt er in Verbindung mit den Modernisierungsempfehlungen auch Hinweise für kostengünstige Verbesserungen der energetischen Gebäudeeigenschaften.

Der Energieausweis wird zeitlich versetzt, beginnend mit dem 1.7.2008 für ältere Wohngebäude (Baujahre bis 1965), verpflichtend. Bei später errichteten Häusern haben die Eigentümer noch bis zum 1.1.2009 Zeit.

Bis zum 1.10.2008 hat ein Großteil der Verkäufer und Vermieter noch die Wahl zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis, da die Bedarfsausweise erst ab dann für Wohngebäude mit bis zu 4 Wohneinheiten unter folgenden Voraussetzungen Bedingung werden:

1. Der Bauantrag ist gestellt worden, bevor die erste Wärmeschutzverordnung vom November 1977 gegolten hat.

2. Zwischenzeitlich wurden keine Maßnahmen durchgeführt, die dazu führen, daß das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung erfüllt wird.

Der Bedarfsausweis ermittelt anhand der Gebäudeeigenschaften (z. B. Qualität der Heizungsanlage/Dämmqualität von Wänden und Fenstern usw.) den Energiebedarf.

Der Verbrauchsausweis dagegen hat als Grundlage den bisherigen Energieverbrauch der Bewohner. Berechnet wird er auf der Basis von mind. 3 aufeinanderfolgenden Heizkostenabrechnungen. Die Kosten für diesen Ausweis betragen ca. 50,00 Euro. Zu beachten ist allerdings, daß der Hauseigentümer nur bei dem anderen Bedarfausweis als Anlage Vorschläge für eine Modernisierung erhält. Da die Eigentümer noch bis zum 30.9.2008 ein Wahlrecht zwischen diesen beiden Energieausweisen hat, kann sich für einige u. U. die günstigere Variante lohnen.

Die Energiesparverordnung berechtigt einen breiten Kreis qualifizierter Berufsgruppen zur Ausstellung von Energieausweisen, das sind u. a. auch Handwerker aus den Bereichen des Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischen Gewerbes. Damit wird gewährleistet, daß die Energieausweise in der erforderlichen Qualität ausgestellt werden können und auch die Nachfrage erfüllt werden kann.