Archive for Juli 2008

Bildungsscheck – eine Fördermöglichkeit des Landes NRW …

Juli 15, 2008

wurde zu Beginn des Jahres 2006 vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales eingeführt, um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern bzw. Arbeitnehmerinnen zu erhöhen und somit die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu erhöhen.

Angesprochen sind Beschäftigte in Unternehmen mit max. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im laufenden Jahr, in dem sie einen Bildungsscheck erhalten, sowie in dem vorangegangenen jahr an keiner betrieblich veranlaßten Weiterbildung teilgenommen haben. Ab 1.2.2008 können darüber hinaus auch Berufsrückkehrende, die nicht die Voraussetzungen nach § 20 SGB III erfüllen, Bildungsschecks in Anspruch nehmen. Davon ausgenommen sind Beschäftigte, die Leistungen nach dem SGB III erhalten (ALG I-Empfänger/innen).

Der Ausgabe von Bildungsschecks ist eine obligatorische Beratung vorangestellt, in der die Weiterbildungsbedürfnisse ermittelt und passende Angebote ausfindig gemacht werden. Hierfür sind landesweit Beraterinnen und Berater in mehr als 230 Einrichtungen tätig.

Das Land NRW fördert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) pro Bildungsscheck die Hälfte der Kosten für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen bis zu einem Förderbetrag von 500,– Euro (bis 31.5.2007 waren es 750,– Euro max.); die Höhe der Gesamtkosten (ESF-Förderung plus Eigenanteil) für eine Weiterbildungsmaßnahme ist nicht begrenzt.

Ein Unternehmen kann pro Jahr max. 20 Bildungsschecks für seine Mitarbeiter/innen erhalten (betrieblicher Zugang). Beschäftigte können über den individuellen Zugang pro Jahr max. 2 Bildungsschecks erhalten und darüber hinaus 2 Bildungsschecks nutzen, die ihr Arbeitgeber über den betrieblichen Zugang bekommen hat (Neuregelung seit Juni 2007).

Wurden in der Anfangsphase noch etwa 4.000 Bildungsschecks pro Monat ausgestellt, so liegt die Zahl zur Zeit bei über 10.000 monatlich. Deshalb, nutzen Sie als KMU diese Fördermöglichkeit.

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Wie werde ich noch erfolgreicher …

Juli 15, 2008

als mittelständisches Unternehmen. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist bekanntlich, sich in Netzwerke stärker einzubinden. In engeren Partnerschaften liegen erhebliche Vorteile und Chancen.

Für die erfolgreiche Anbahnung und Umsetzung einer strategischen Partnerschaft haben sich folgende Schritte bzw. Fragestellungen in der Praxis bewährt:

1. Wo stehe ich?

Kenne ich meine eigene Situation? Sicherlich werden sie sagen, ich mache im Jahr Summe X als Umsatz und sie möchten noch mehr machen oder auch einen höheren Gewinn realisieren!

Häufig fehlt die Aussage, in welchen Geschäftsfeldern oder mit welchen Produkten/Dienstleistungen und in welchem Marktumfeld möchten Sie dies erreichen.

Nehmen Sie sich Zeit zu ergründen, welche strategische Ausrichtung Ihr Unternehmen wählen und gehen kann. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß sich mittelständische Unternehmen weniger als 2 Tage im Jahr dafür Zeit nehmen.

2. Welche Stärken und Schwächen habe ich?

Sehr wichtig für die Suche nach Partnern ist es, sich darüber im klaren zu sein, welche eigenen Schwächen durch eine Partnerschaft ausgeglichen oder welche Stärken dadurch weiter ausgebaut werden. Was kann ich darüber hinaus interessantes einem Partner bieten.

Bevor im nächsten Schritt eine Analyse der potenziellen Partner erfolgt, muss inerhalb des Unternehmens geklärt werden, wer am Entscheidungsprozess teilnehmen muß und vor allem was kommuniziert werden sollte.

3. Wer macht mit?

Bei der Auswahl der Kandidaten ist eine strikte Geheimhaltungspflicht im Teilnehmerkreis eine Selbstverständlichkeit, insbesondere auch wenn externe Unterstützung in Anspruch genommen wird. Konkret sind z. B. folgende Fragen zu beantworten:

a) Welches Unternehmens passt zu unserer Philosophie?

b) Welche Produkte/Dienstleistungen passen zu uns und wie ist die Marktpräsens?

c) Ist es ein Konzern oder ein mittelständisches Unternehmen?

d) Ist es ein Kunde oder Mitwettbewerber?

e) Welche Bonität hat der ausgewählte Kandidat?

f) Welche Auswirkungen hat die gewählte Partnerschaft auf zukünftige Geschäfte?

4. Wie gewinne ich Zeit und Vertrauen?

Der potenzielle Partner ist gefunden und wird direkt oder indirekt angesprochen. Nehmen Sie sich dafür eine bestimmte Zeitachse vor. Im Alltagsgeschäft landet dieses Vorhaben dann oft in der Schublade, doch setzen Sie es um. Partnerschaften müssen in der Regel neben dem normalen operativen Geschäft wachsen. Sie funktionieren nur auf der Basis von Vertrauen und sollten von oben herab gelebt werden.

Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts…

Juli 15, 2008

und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) wurde von Seiten des Deutschen Bundestages am 26. Juni 2008 beschlossen. Es handelt sich mithin um die größte GmbH-Rechtsreform seit mehr als 100 Jahren.

Entgegen den ursprünglichen Plänen liegt das erforderliche Stammkapital weiterhin bei 25.000,– Euro, es wurde also nicht auf 10.000,– Euro gesenkt.

Möglich sind allerdings GmbH-Gründungen bereits ohne bestimmtes Mindeskapital in Form der sog. haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft , die im Geschäftsverkehr deutlich als solche gekennzeichnet werden muß. Die Ausschüttung der Gewinne dieser neuen GmbH darf nicht in voller Höhe erfolgen. Dadurch wird ermöglicht, das Mindesstammkapital einer „normalen“ GmbH nach und nach zu erreichen.

Zur Vereinfachung der Gründung dieser Mini-GmbHs werden Musterprotokolle eingeführt. Somit ist dieses Verfahren einfacher, schneller und kostengünstiger. Der Gesellschaftsvertrag muss dennoch weiterhin notariell beurkundet werden.

Nach derzeitigem Stand soll das MoMiG Ende diesen Jahres in Kraft treten.

Gründercoaching Deutschland …

Juli 8, 2008

seit dem 1.10.2007 werden Beratungsleistungen für Gründer und junge Unternehmer durch das neue „Gründercoaching Deutschland“ bundesweit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) bezuschusst und läuft bis 2013.

Es richtet sich an bereits gegründetete Unternehmen (auch Freiberufler) bis zum fünften (5ten) Jahr ihres Bestehens. Die Zuwendung beträgt 50 % des förderfähigen Tageshonorares von 800,– Euro = max. 400,– Euro (alte Bundesländer). Somit verbleibt ein Eigenanteil von 400,– Euro bzw. bei einem Tagessatz von 1.000,– Euro beträgt der Eigenanteil 600,– Euro.

Beratertagesätze und Anzahl der Tagewerke sind frei verhandelbar, der max. Vertragswert (= Bemessungsgrundlage) darf jedoch 6.000,– Euro nicht überschreiten. Die max. Zuschußhöhe pro Beratungsfall beträgt in den alten Bundesländern somit 3.000,– Euro.

In den neuen Bundesländern werden 75 % des Tageshonorares, also 600,– Euro gefördert bei einer max. Zuschußhöhe pro Beratungsfall von 4.500,– Euro.

Förderung sind Coaching- und Beratungsmaßnahmen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen eines Unternehmens bzw. einer Praxis, die innerhalb eines Jahres nach Zusage abgeschlossen und abgerechnet sind.

Die Antragstellung für einen Zuschuß aus dem Gründercoaching Deutschland erfolgt über Regionalpartner vor Ort (IHKs, Handwerkskammern, Wirtschaftsfördereinrichtungen u. a.), die von den Bundesländern benannt worden sind. Diese Regionalpartner sind die ersten Anlaufstellen und Hauptansprechpartner für das Unternehmen bzw. die Praxisinhaber.

Sollten Sie weitere Fragen dazu haben, sprechen Sie uns an! Wir helfen gerne weiter.